Was vermag die Homöopathie und die konstitutionelle Behandlung?
 
Homöopathische Mittel unterstützen den Körper in der Selbstheilung. Wenn eine Mandelentzündung mit Antibiotika behandelt wird, dann heilt sich der Körper immer noch selbst. Denn die Antibiotika vernichten nur die Keime. Das durch die Entzündung veränderte Gewebe wird durch die Eigenregulation des Körpers wiederhergestellt. Homöopathische Mittel unterstützen nun diese Eigenregulation.
 
Ihre Wirkungsweise ist den Symptomen des kranken Tieres angepasst.
Geht die Halsentzündung nun mit Würgen oder Husten einher, hat das Tier dabei vermehrt oder vermindert Durst oder ist eine Unterkühlung die Ursache? All diese Symptome bestimmen das Mittel. Desto genauer das Symptombild erfasst ist, desto besser wirkt das entsprechende Mittel. Denn es wird nicht die Halsentzündung behandelt, sondern das erkrankte Tier wird gestärkt und im Heilungsprozess unterstützt. So erfolgt die Heilung bei akuten Erkrankungen in der Regel schnell und ohne Komplikationen. Je sonderlicher und auffallender die Krankheitssymptome sind, desto sicher ist das Mittel zu wählen.
Da in der homöopathischen Behandlung die Selbstheilung unterstützt wird, werden die Selbstheilungskräfte gestärkt und die Erkrankungshäufigkeit nimmt ab.
Anders ist dies bei chronischen Krankheiten oder immer wiederkehrenden Erkrankungen. Hier reicht die Verschreibung nach bewährten Indikationen nicht aus. Jetzt kann die Homöopathie das ganze Tiere betrachten. Welche Vorerkrankungen gab es, wie reagiert es auf Umweltreize, angefangen von Ängsten, wie vor Gewitter über das Verlangen oder die Abneigung nach Gesellschaft, bis hin zu Futtervorlieben oder Abneigungen.
Also alles was dem Tier eigen und auffällig ist, wird in der Suche nach dem ähnlichsten Arzneimittel mit in Betracht gezogen. Diese so genannte konstitutionelle Verschreibung ist höchst individuell und unterstützt das Tier in all seinen Lebensänderungen. Dies erlaubt dem Organismus oft auch langandauernde Krankheitsverläufe, wie chronische Hautentzündungen oder Durchfallerkrankungen, zur Heilung zu bringen. Gewebe das zerstört ist kann auch die Homöopathie nicht mehr heilen. So wird aus einem durch Arthrose zerstörten Gelenk, kein gesundes mehr. Aber oft gelingt es, den Körper so zu unterstützen, dass er weitgehend beschwerdefrei mit seinem Leiden umgehen kann, so dass ein hohes Maß an Lebensqualität und Lebensfreude wiederhergestellt und erhalten bleiben kann.
Gerade bei älteren Tieren hat der Besitzer nach Abschluss der Behandlung den Eindruck, dass das Tier in einem Jungbrunnen war. Es spielt wieder und ist bewegungsfreudiger.
 
 
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